Requiem von Karl Jenkins

Am Sonntag 29. März führte die Kantorei der Stadtkirche Aarau gemeinsam mit der Kantorei der Kirche St. Peter in Zürich und dem Basler Orchester „Camerata da Vinci“ unter der Gesamtleitung von Dieter Wagner das „Requiem“ von Karl Jenkins im Rahmen der Liturgischen Abendandacht auf. Die Musik des walisischen Komponisten wird seit der Uraufführung 2005 in London weltweit mit grossem Erfolg gespielt und gehört heute zu den populärsten zeitgenössischen Werken.

Stimmungsvoll und berührend war die Musik dargebracht, die kulturübergreifend den liturgischen Text mit japanischen Kurzgedichten (Haikus) zum Thema Tod und Sterben vertonte. Die westlichen Gesänge, welche mit lateinischen Texten unterlegt sind, symbolisieren dabei das Diesseits, während die fremdländischen Klänge der Haikus das Jenseits darstellen sollen und so musikalisch die christliche Hoffnung auf Heil und ewiges Leben zum Ausdruck bringen. So waren die Orchester- und Stimmklänge reich an Bildern und Farben, die einen tiefen Eindruck hinterliessen.

Ebenso berührend war der gesprochene Beitrag von Pfarrerin Dagmar Bujak, ganz besonders, weil diese Musik dem erst am Montag viel zu früh verstorbenen Sozialdiakon Michele Bisaro-Basler eine letzte Ehre erweisen half. Gedanken zu den tragischen Ereignissen der letzten Woche und zum täglichen Sterben-Lernen jedes einzelnen machten dieses Werk für jeden Anwesenden zu einer tief erlebbaren Reflexion über Sterblichkeit und Tod und letztendlich das Leben.

Maja Scherrer, Ulrike Schober